lü dongbin – die inschrift der hundert zeichen

im buch „der geheime meister vom drachentor“ von chen kaiguo und zheng shunchao fand ich den text „die inschrift der hundert zeichen“, aus dem das folgendes zitat von lü dongbin stammt


so kehrt die energie von selbst zurück.
kehrt die energie zurück,
bildet sich spontan das elixier
im tiegel, in dem du wasser und feuer paarst.
yin und yang steigen auf
und folgen aufeinander in ununterbrochenem wandel;
überall lassen sie den donnerschlag erschallen.
weiße wolken sammeln sich auf dem polberg.
du hast selbst vom wein des langen lebens getrunken
und streifst frei umher;

der tollen copyright-bestimmungen wegen getraue ich mich nicht, es in voller länge zu zitieren. eine andere übersetzung von „die inschrift der hundert zeichen“ findet sich im forum von taoismus.de.

beim nachsinnen über den text fiel mir „das manuscript der magdalena“ von tom kenyon & judi sion ein. die analogie ist imho sehr offensichtlich, doch auch zu verstehen, wenn es keine erklärung gibt, und die analogien nicht bekannt?

kraftplätze kraftorte – magisches reisen

in alter zeit stand das wort urlaub für „sich entfernen zu dürfen“. diese bedeutung besitzt es auch noch heute.
ivenacker eiche

wer sich von der arbeit entfernt, möchte sich gerne erholen, und das ist imho in touristen-hochburgen schwierig.

man kann zum beispiel die freie zeit nutzen, um sich mit entspannungstechniken zu befassen, so daß man wieder genügend kraft hat für die nächste arbeitszeit. 😉

neben vielen aktiven entspannungsmethoden, gibt es auch möglichkeiten den weg in das eigene innere zu gehen. das kann beispielsweise ein yoga-seminar, ein meditations-retreat oder eine visionsreise sein.

am ende einer reise erinnert man sich oft an orte, die einen besonders gut getan haben, orte wo man kraft tanken und einfach entspannen konnte.

das muß nicht immer ein ort sein, der weit in der ferne ist. kraftorte und kraftplätze kann man überall finden, auch in unserer heimat.

ein solcher platz ist beispielsweise in mecklemburg vorpommern die ivenacker eichen, von denen diese bilder hier stammen. sie sind am besten abends zu besuchen, wenn keine Touristen mehr da sind, oder man hat glück, daß es regnet, dann wird es auch ruhig bei den alten bäumen…

ivenacker eiche baumwurzel

im web gibt es viele adressen, die unterschiedliche kraftorte vorstellen. ein beispiel dafür ist kraftort.org.

kraftorte sind heilige plätze. auch wenn viele heute nicht mehr in ihrer ursprünglichen form genutzt werden und „nur“ an alten glauben und bräuche erinnern, sind auch heute noch viele voller kraft. es empfiehlt sich, sie in einer angemessenen weise aufzusuchen. wie das aussehen könnte, kann man hier und hier erfahren.

einen schönen reiseführer, der viele kraftorte und kraftplätze vorstellt, gibt es von david luczyn „magisch reisen ~deutschland„.

na dann, einen schönen urlaub! 🙂

angst vor dem alleinsein

es gibt viele wege einer angst zu begegnen ~ unvollendete gedanken.

wenn ich den mut habe mich meiner eigenen angst zu stellen, ihr zu begegnen, kann ich erkennen, welchen weg ich mir gewählt habe, dieser angst in diesem leben zu begegnen, und welche vermeidungsstrategien ich anwende.

einsamkeit ist ein zentrales thema im leben und sie zu verdecken, dafür gibt es soviele möglichkeiten, daß ich sie gar nicht alle aufschreiben mag.

gregg braden stellt in seinem buch „zwischen himmel und erde“ die frage, ob wir ein physisches wesen sind, das eine spirituelle erfahrung macht, oder ob wir ein spirituelles wesen sind, das eine physische erfahrung macht.

wie auch immer jeder diese frage für sich beantwortet, zeigt sie einem selbst, wie er das leben wahrnimmt und erfährt. und menschen aus beiden „lagern der ansichten“ nutzen oft die formulierung „daran habe ich gelernt…“.

das bringt mich dazu zu behaupten 🙂 , daß das leben ein weg des lernens ist, ein weg des lernens in beziehungen zu unseren mitmenschen, tieren, pflanzen und allem, was uns umgibt.

und so ist auch die einsamkeit eine kleine station auf dem weg, den wir beschreiten. hier können wir lernen uns aus dem kokon des verlassenssein zu öffnen, um das leben in seiner vielfältigkeit wahrzunehmen.

in welchen momenten ist man sich selbst bewußt? in welchen momenten spürt man seine eigene lebendigkeit und das dazu~zu~gehören, zu dem leben, das und jderzeit umgibt?

haben wir den mut jemanden von dieser angst zu erzählen, von dem, was wir denken, fühlen und empfinden? das ist ein schwieriger moment, denn es steht dem sich~einspinnen in einen kokon gegenüber. es ist ein öffnen und die frage hier ist: was habe ich zu verlieren, wenn ich das tue? habe ich die kraft?

vielleicht lautet eine bessere frage: was kann ich gewinnen?