einen großen teil des lebens verbringt der mensch mit dem schlafen.
im bewußtsein des menschen wird das wachsein meist als leben empfunden und bezeichnet. die zeit der nacht ist oft unbewußt und wird einfach ausgeblendet, als würde es nicht zum leben dazugehören.

am tag ist das ego/ich aktiv und man identifiziert sich oft nur mit diesem teil, der jedoch nur ein kleiner teil des menschen ist. je nach ausprägung wird das ego oder das ich als selbst empfunden und all die anderen teile werden oft nicht wahrgenommen. so können sie sich nicht ausdrücken und verkümmern mit der zeit.
wenn man schlafen geht, schaltet der bewußte anteil des tages ab und begibt sich zur ruhe. man taucht dann ins traum~reich, dem land des unterbewußtseins.
das unterbewußtsein drückt sich in vielfältiger form aus. in der nacht spricht es in bildern zu uns. dann kann es einfach kommunizieren, ohne vom ego gefiltert zu werden..
beim aufwachen verschwinden die bilder der nacht. die bilder, die träume in den tag zu holen ist ein erster schritt, unbewußte anteile des selbst ans licht zu holen.
das unterbewußtsein kann man auch als freund verstehen, und die träume sind das gespräch mit dem freund, der ja ein teil des menschen ist. beide teile gehören zu einem wesen.
das sich~erinnern, das verstehen und interpretieren der träume am tage ist ein zusammenfügen der einzelnen bestandteile mensch. es ist ein schritt auf dem weg ein ganzes zu werden, der, der man in wahrheit ist. es ist auch ein ausrichten auf den weg, den jeder einzelne zu beschreiten hat.
was mir so bei der träumerei
auffiel:
- immer wenn ich übers träumen spreche oder schreibe, erinnere ich mich besser an meine träume.
- es ist interessant zu beobachten, wie nach dem aufwachen das ego/ich anfängt ganz kleine passagen des traumes zu ändern.
- das unterbewußtsein ist ein begriff, der oft als den teil verstanden wir, wo alles finstere und unangenehme heimtückisch lauert, um uns das leben schwer zu machen. vielleicht liegt das nur an unserem fokus, und je nachdem, wie wir diesen bereich unseres selbst betrachten, wird er sich uns zeigen?
- eine freundin trinkt jeden abend ein halbes glas wasser und am morgen, gleich nach dem aufwachen, den verbliebenen teil. so verbindet sie die wachen momente und erinnert sich ausgezeichnet an ihre träume
über träume, das erinnern und verstehen der botschaften, habe ich hier ausführlich geschrieben: träume tagebuch intepretieren verstehen.
viel erfolg bei deinem erinnern und vielleicht findet in der nacht ja mehr als nur ein gespräch statt. jute nacht
wieder ein spannendes thema, rené. und deine tipps, wie man sich besser an seine träume erinnern kann (z.b. traumtagebuch) sind sehr wertvoll.
für mich ist der traum auch noch so zu interpretieren:
während ich schlafe geht mein geist auf wanderschaft. zum zeitpunkt des schlafes lebe ich so quasi das geistige leben. dabei gehen wir in die geistige welt und lassen uns z.b. schulen, treffen andere uns bekannte menschen/wesen, z.b. verstorbene aber auch die, die wir vom momentan irdischen leben her kennen.
der traum ist dann nacher die symbolische verarbeitung dessen, was wir während der schlafenszeit erlebt haben. somit ist der traum tatsächlich ein wertvoller hinweis auf lösungen von problemen, oder ein barometer für den stand unserer entwicklung. die korrekte interpretation dieser symbole hingegen ist der schwierigere teil.
und dann: kennt ihr diese träume, an die man sich perfekt erinnern kann und die man auch im wachzustand nicht abändern kann, eben weil sie so klar waren?
ich hatte vor nunmehr 6 jahre solch einen traum. ich kann mich bis heute an ihn erinnern bis in (fast) jedes detail.
Kommentar by alexandra — 14. März 2006 @ 14:10
hallo alexandra,
danke für deinen stimmigen kommentar, den inhalt deines beitrag habe ich extra ausgelassen…
ich kenne auch solch einen traum.
ich hatte als kind einen, der sich immer wieder einmal meldete. im letzten jahr kam er plötzlich wieder und diesmal hatte sich “die geschichte” aber schon weiterentwickelt. eine schöner/s traum/leben.
lieben gruß rené
Kommentar by rene lecoutre — 14. März 2006 @ 15:24
oh, das ist aber speziell! solch einen traum kenn ich (noch?) nicht.
ich liebe träume und träume auch sehr gerne.
traurig finde ich, dass es menschen gibt, die sagen, sie träumen nie. ich hab mir überlegt, woran das liegt:
- kein zugang zum unterbewusstsein?
- angst vor träumen?
- ….?
Kommentar by alexandra — 15. März 2006 @ 10:15