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11. Februar 2006

meditation und atem

Filed under: meditation — Schlagwörter: , — rene lecoutre @ 10:00

die meditation ist eine tat, die man nicht tut. vielleicht meinte laotse das mit den zeilen in seinem werk tao te king: “die kunst den tuns liegt im nichttun”.

die meditation ist ein zustand, der vielleicht mit dem verliebtsein vergleichbar ist. sie stellt sich von ganz alleine ein.

das tun vor der meditation ist die konzentration.

zurück zur meditation und dem atem: wenn ich “den einen sitz einnehme“, ich mich also in meine bevorzugte meditationsstellung begebe, dann beschließe ich aus meinem normalen tageszustand herauszutreten. je öfter und regelmäßiger ich das tue, um so einfacher ist das umschalten für das ganze system mensch. das heißt, mit jeder konzentrationsübung, kann es einfacher werden in meditation zu gehen.

es mag hunderttausend unterschiedliche anweisungen für eine meditation geben. welche man auch wählt oder man für sich entdecken mag, wichtig dabei ist immer das bewußte tun. bewußtes tun ist aufmerksamkeit und aufmerksamkeit ist konzentration.

ein beliebtes konzentrationsobjekt für die meditation ist der atem. der atem ist immer da und somit kann eine meditation einfach überall gelingen. :)

ich lenke meine wahrnehmung auf meinen atem. die kunst der wahrnehmung besteht nun darin, seinen atem gleichmäßig und natürlich fließen zu lassen.

mein atem ist mein freund und stiller begleiter. ich nehme ihn bewußt wahr. wenn er durch meinen körper strömt, kann es sich anfühlen wie ein fließen.

wenn ich einen guten freund zu besuch habe, gebe ich ihm raum zu sein. einen raum kann ich auch meinem atem geben. das gelingt am besten durch eine entspannte und aufrechte sitzhaltung.

bei einem aufrechten sitzen werden die beine nicht gekreuzt. die einzelnen wirbelkörper liegen natürlich übereinander und tragen sich selbst. dadurch kann sich die rückenmuskulatur entspannen. die arme werden abgelegt und der kopf ruht auf der wirbelsäule. dafür wird er ein klein wenig zurückgezogen und das kinn ein wenig gesenkt. so ruht das haupt auf der säule des menschen.

bei der aufrechten sitzhaltung kann sich der bauch entspannen und der atem natürlich fließen. ein krummes sitzes klemmt den bauch ein. der bauch kann aber auch verspannt sein, einfach, in dem wir etwas denken oder fühlen. angst und wut zum beispiel lassen ihn verkrampfen. ein gefühl der freude, ein gefühl der zugehörigkeit zum leben oder das empfinden von liebe läßt ihn entspannt sein.

vielleicht kann man der unbegründeten angst und der wut beispielsweise so begegnen, in dem man seinen bauch einfach locker läßt?

der atem ist mein freund und als ein guter freund ist er mir wie ein spiegel. das strömen des atems kann mir zeigen, wie es mit mir in diesem moment steht.

ich schließe meine augen, meine ohren :) und meinen mund.

wie jeden freund begrüße ich auch meinen atem und lasse ihn in einfach in seinem so~sein. einfach präsent sein mit allen sinnen wahrnehmen. das ist konzentration.

mein atem strömt ein und wieder aus. das strömen ist wie das fließen ein flusses, von der quelle der konzentration in das meer der meditation.

wenn die konzentration eine weile steht, kann ein verschmelzen mit dem konzentrationsobjekt geschehen. der atem und der beobachter werden ein ganzes. das wird dann oft so beschrieben: “es atmet mich”, und das ist meditation.

das verschmelzen gelingt nicht mit willenskraft, durch denken oder durch fühlen. es geschieht einfach von ganz allein. man braucht nichts weiter tun, einfach im hier und jetzt sein und wahrnehmen. :)

2 Kommentare »

  1. Hallo Lieber Rene,
    entdecke gerade deine beiträ¤ge im blog und freue mich
    von dir zu erfahren, wie recht du hast …

    ALLES LIEBE detlef

    Kommentar by detlef sturm — 19. März 2008 @ 18:08

  2. lieber detlef,
    schön, daß du einmal vorbeischaust. recht zu haben, das fühlt sich ja an… :)
    bis bald und alles liebe dir! rené

    Kommentar by rene lecoutre — 20. März 2008 @ 00:05

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