du freier mensch, du liebst das meer voll kraft,
dein spiegel ist’s. in seiner wellen mauer,
die hoch sich türmt, wogt deiner seele schauer,
in dir und ihm der gleiche abgrund klafft.du liebst es, zu versinken in dein bild,
mit aug’ und armen willst du es umfassen,
der eignen seele sturm verrinnen lassen
in seinem klageschrei, unzähmbar wild.ihr beide seid von heimlich finstrer art.
wer taucht, o mensch, in deine letzten tiefen,
wer kennt die perlen, die verborgen schliefen,
die schätze, die das neidische meer bewahrt?und doch bekämpft ihr euch ohn’ unterlass
jahrtausende in mitleidlosem streiten,
denn ihr liebt blut und tod und grausamkeiten,
o wilde ringer, ewiger bruderhass!charles baudelaire – aus blumen des bösen
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21. Oktober 2006
der mensch und das meer
18. Oktober 2006
einheit
dunkelheit und licht
sind einer natur,
nur scheinbar verschieden,
denn beide entsprangen
der quelle von allem.aus den smaragdtafeln von toth